Sicher bezahlen – worauf kommt es bei Online-Zahlungsdiensten an?

Laura Lenhart

Es sind Dienstleistungen, die wir fast täglich nutzen. Doch was sollten Online-Zahlungsdienstleister vorweisen, damit wir wirklich sicher bezahlen können?

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Bei fast jedem Einkauf im Internet kommen wir mit ihnen in Verbindung: Zahlungsdienstleister. Sie wickeln Transaktionen ab, ziehen Kosten ein oder nehmen Beträge entgegen. Es gibt kaum einen Onlinehändler, der seinen Zahlungsverkehr noch selbst abwickelt. Beinflusst durch das enorme Wachstum des Onlinehandels und der Fülle an Aufträgen, ist stattdessen ein eigener Dienstleistungszweig entstanden. Dazu zählen laut advogarant.de nachfolgend aufgezählte Geschäftszweige:

Sicher bezahlen

Sicher online bezahlen – hier triffst du auf Zahlungsdienste

Sowohl Zahler, als auch Zahlungsempfänger sind Kunden bzw. Partner der Zahlungsdienste. Bestellst du also online einen Artikel, erhält der Zahlungsdienst, mit dem dein Onlinehändler zusammenarbeitet, automatisch einen Auftrag –  indem er Geld bereitstellt, übermittelt oder abheben lässt. Auch bei einer Kauf-Finanzierung, die du online abschließt, läuft die Abwicklung über einen Zahlungsdienst. Und selbst, wenn du deine Bankgeschäfte teilweise oder ganz online erledigst, kommst du mit Zahlungsdiensten in Verbindung.
Denn solltest du online einkaufen, jedoch die Zahlungsart Rechnung gewählt haben, stellt dir vermutlich ein Zahlungsdienst diese Rechnung und achtet auf rechtzeitigen Zahlungseingang. Die Überweisung leistest du höchstwahrscheinlich direkt an den Zahlungsdienst, welcher den Zahlungseingang dann erfolgreich verbucht und dies an den Verkäufer weitergibt.

Hierbei unterscheidet man vorallem zwischen zwei Arten von Geschäften: den Push- und den Pull-Geschäften.

Sicher bezahlen

Sicher bezahlen – was bedeutet der neue Standard PSD2?

Es geht um Geld und es geht auch um sensible Daten. Natürlich sollte der Prozess rund um eine Zahlung möglichst sicher sein, damit er nicht missbräuchlich genutzt werden kann.

Die Europäische Kommission hat deshalb schrittweise nach der ersten Zahlungsdiensterichtlinie (auf englisch: PSD – Payment Service Directive), nun auch den zweiten und sichereren Standard PSD2 in Deutschland eingeführt.

Doch was bedeutet dieser Standard für dich als Verbraucher? In erster Linie kommen auf die Händler härtere Anforderungen zu, denn die PSD2 reguliert alle existierenden Zahlungsdienste und Dienstleister.

Dir soll die Einführung der PSD2 mehr Transparenz und Sicherheit im Zahlungsverkehr bringen. Es gibt eine Reihe von Neuerungen, die im Rahmen der PSD2 umgesetzt werden sollen. Wenn du sicher bezahlen möchtest, solltest du acht geben, dass diese Richtlinien eingehalten werden.

Die Neuregelungen und was sie bedeuten

Sie sollen vor allem die Sicherheit erhöhen und dir die Möglichkeit geben, so sicher wie möglich zu bezahlen. Dadurch, dass bargeldloses Zahlen nichts mehr kosten darf, werden die Verbraucherrechte gestärkt. Weiter wird über eine Schnittstelle der Kontoinhaber und nicht die Bank, als eindeutiger Besitzer eines Bankontos definiert. Dies geschieht nur nach ausdrücklicher Genehmigung seitens des Inhabers und soll für eine diskriminierungsfreien Zugang zu Bankdaten und Bankkonten sorgen. Der Zugriff findet nur in dem Rahmen statt, in dem ihn der Kontoinhaber genehmigt hat und auch nur in dem Umfang, in dem die Daten für die Erbringung der Dienstleistung benötigt werden. Auch der Service soll in Zukunft verbessert werden und den Banken oder Drittanbietern soll die Möglichkeit gegeben werden, Multi-Banking-Apps oder Online-Kreditplattformen anzubieten. Eine hohe Sicherheit für Händler bringt eine Server-zu-Server-Kommunikation zur Bank. Hierüber erhalten sie die genaue Authentifizierung des Kunden und die Einsicht der Kontodeckung in Echtzeit. Willst du online auf ein Konto zugreifen, dann musst du dich in Zukunft stärker authentifizieren, als bisher. Das soll sicherstellen, dass du der tatsächliche Inhaber des Kontos bist und Mißbrauch deiner Daten verhindern. In Zukunft bist du also besser vor Fremdzugriff geschützt.

Sicher bezahlen

Sicher bezahlen – darauf solltest du achten

Du solltest also auf eine sichere Verbindung und Abfrage deiner Authentifizierung achten. Zudem dürfen keine Kosten für dich anfallen, wenn du bargeldlos zahlst.

Falls du online bei einem Zahlungsdienst doch auf Unstimmigkeiten stößt und die Sicherheitsaspekte scheinbar fragwürdig sind, hast du zukünftig die Möglichkeit, diesen Zahlungsdienst zu überprüfen.
Zumindest alle Zahlungsdienste, deren Sitz sich innerhalb Deutschlands befindet, benötigen eine Zulassung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin.
Dort findest du auch Hinweise und Merkblätter, solltest du dich genauer informieren wollen. Auch die Möglichkeit einer Beschwerdeeinreichung ist gegeben und kann, wie hier beschrieben, formuliert werden.
Das Verbrauchertelefon der BaFin beantwortet weitere Fragen zu Unternehmen, die von ihnen beaufsichtigt werden.

Sicher online bezahlen – einfach besserer Betrugsschutz!

Die Pin wird häufiger abgefragt und es kann sein, dass du dich zusätzlich über dein Smartphone mit dem Fingerabdruck-Scanner identifizieren musst oder es wird eine Tan an dich versendet, die du für den Login eingeben musst. Das alles sind Beispiele dafür, wie PSD2 in der Umsetzung aussehen kann. Sie dient sowohl deiner Sicherheit, als auch der Absicherung der Händler.

Deine Tan-Liste für das Banking-Login besitzt seit Mitte September auf jeden Fall keine Gültigkeit mehr! Sie erfüllt nicht mehr den, nun geforderten, Sicherheitsstandard.

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Artikeln lediglich um redaktionelle Inhalte zum Zwecke der Information handelt, die keinerlei Rechtsberatung oder ähnliches darstellen.

Sicher bezahlen - worauf kommt es bei Online-Zahlungsdiensten an? Es geht um Dienstleistungen, die wir fast täglich nutzen. Was sollten Online-Zahlungsdienstleister vorweisen, damit wir wirklich sicher bezahlen können? Artikelbewertungen: 0 0 / 5 0