So erkennst du Fakeprofile – 5 Tipps

Simone Groß

Du bist bei einer Online-Dating-Seite angemeldet und willst nun wissen, ob du mit Fakeprofilen zu tun hast? So erkennst du sie – 5 Tipps.

In unserer Umfrage zu Fakeprofilen unter 1.181 männlichen Nutzern von Datingportalen, haben wir nachgefragt, ob und warum die Befragten den Eindruck hatten, es mit Fakeprofilen zu tun zu haben(Umfrage-Zeitraum 26. Juli 2015 bis 10. August 2015). Fast 76% der Befragten gaben an, den Eindruck gehabt zu haben, dass sie mit Fakeprofilen zu tun hatten.

Mehr als 55% gaben an, Grund dafür wär, dass sie keine Rückmeldung erhalten haben, mehr als 50% gaben als Grund eine Anfrage kurz nach der Anmeldung an. Auch unpassende Antworten und Anfragen kurz vor Ende der Kündigungsfrist waren für 39% bzw. 26% ein Indiz auf Fakeprofile.

Doch wie erkennt man nun Fakeprofile? Wir haben 5 Tipps für dich zusammengestellt.

1. Professionell erstellte (Nackt-/ Erotik-)Fotos

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 Attraktive, leichtbekleidete Frauen oder besonders durchtrainierte Männer – mit diesen Bildern werden Fakeprofile meist ausgestattet. Deshalb solltest du bei professionellen Fotos, die fast „zu schön um wahr zu sein“ sind ,immer besonders vorsichtig sein. Oft stammen diese Profilfotos nämlich direkt aus dem Internet und haben mit der Person, die hinter dem Profil steckt, nicht viel gemein.

Doch zum Glück lässt sich so ein Foto auch recht schnell überprüfen – mit der Google Rückwärts-Bildersuche.

Dazu gehst du folgendermaßen vor:

  • Speichere das verdächtige Profilbild auf deiner Festplatte
  • gehe zur Google Bildersuche
  •  in der Suchleiste siehst du ein kleines Kamerasymbol
  • klicke auf das Kamerasymbol und lade das Bild hoch

Google Rückwärts-Bildersuche Screenshot

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss erhältst du eine Übersicht darüber, wo im Web das gleiche Bild noch einmal auftaucht. So kannst du schnell sehen, woher das Bild stammt und ob es für mehrere andere Websites verwendet wurde. Besonders kritisch solltest du sein, wenn das Bild auf Porno- / Erotikseiten oder ähnlichem verwendet wird.

2. Zeitpunkt und Inhalt der Nachrichten

Zugegebenermaßen, der Zeitpunkt der Nachrichten ist ein recht schwacher Indikator dafür, ob es sich um ein Fakeprofil handeln könnte, kann aber doch Aufschluss geben, wenn mehrere verdächtige Punkte zusammenkommen. Bekommst du also direkt nach deiner Anmeldung bei einer Seite eine Nachricht, vielleicht noch ohne, dass du überhaupt schon dein Profil vollständig angelegt hast oder ein Foto hochgeladen hast – solltest du zumindest skeptisch sein.

Prüfe dann auch den Inhalt der ersten und auch der folgenden Nachrichten. Oft sind die Inhalte sehr allgemein gehalten, sodass dieselbe Nachricht an mehrere Flirtwillige geschickt werden kann. Auf deine Fragen oder Aussagen wird in der Regel kaum eingegangen. Das sollte dich stutzig machen.

3. Treffen nicht möglich

Du schlägst ein Treffen vor und dieses wird immer wieder abgesagt bzw. es kommt gar nicht erst zu einem Termin? Auch das kann ein Hinweis auf ein Fakeprofil sein.

4. Kostenpflichtige Nachrichten

Lädt dich dein Flirtpartner dazu ein, über andere Portale oder Dienste kostenpflichtige Nachrichten zu senden oder über eine teure Hotline mit ihm oder ihr zu telefonieren, sollten bei dir die Alarmglocken schrillen. Denn spätestens hier wird klar, dass dein Gegenüber nicht an dir sondern an deinem Geld interessiert ist.

5. Bitte um Geld

Auch eine bekannte Masche: Man schreibt hin und her, fühlt sich, ohne dass man sich kennt, dem Gegenüber immer mehr verbunden und dann kommt nach einiger Zeit die Frage nach Geld. Für die Zugfahrt oder das Visum, damit man sich das lang ersehnte Treffen leisten kann oder die erkrankte Tante in Amerika. Bei den Geschichten sind der Fantasie meist keine Grenzen gesetzt. Doch hier gilt: Überweise oder schicke nie (und damit meinen wir wirklich nie!) Geld an jemanden, den du noch nicht einmal persönlich kennst. Und selbst wenn du jemanden bereits getroffen hast solltest du immer noch vorsichtig sein.

Welche Arten von Fakeprofilen es gibt, haben wir dir in unserem Artikel: Scammer, Spamer und Co.: Unterschiedliche Arten von Fakeprofilen zusammengestellt.

Außerdem solltest du immer die AGB deines Datingportals lesen. Denn oft ist dort bereits deutlich beschrieben, dass mit sogenannten Animateuren gearbeitet wird. Mehr dazu kannst du in unserem Artikel Datingportale, die nachweislich Fakeprofile nutzen nachlesen.

Fakeprofil erkannt und nun?

Doch was tun, wenn du erkannt hast, dass du mit einem Fakeprofil zu tun hast? Zunächst einmal solltest du den Kontakt sofort abbrechen – denn mal ehrlich es macht ja auch keinen Spaß, wenn man weiß, dass das Gegenüber für seine Nachrichten und Nettigkeiten bezahlt wird. Außerdem solltest du dem Datingportal-Betreiber mitteilen, dass du ein bestimmtes Profil in Verdacht hast, nicht echt zu sein. Das gilt natürlich nur für Seitenbetreiber, die nicht schon in ihren AGB klarstellen, dass sie Fakeaccounts nutzen.

Ist trotz allem bereits Geld geflossen, solltest du Anzeige bei der Polizei erstatten.

Weiterführende Links zum Thema:

Welt.de: Wenn man „Linda, 35“ schon als „Hardcore Mandy“ kennt
Techfacts.de: Fakeprofile erkennen
Techfacts.de: Google Bilder-Rückwärtssuche
markt.de: Fakeprofile erkennen und durchschauen
Chip.de: Online-Singlebörsen – So erkennen Sie Fakeprofile

 

Beispiele für Fakeprofile

Der Investigativ-Blog der Welt hat einige Beispiele für Fakeprofile auf der Datingseite Parwise gesammelt. Die Ergebnisse, wie solche Bilder aussehen, wollen wir dir nicht vorenthalten.

 

Angeblich ist das Anna, eine Lehrerin aus Hamburg – in Wirklichkeit ein Filmausschnitt aus Lebe lieber italienisch.

 

Das angebliche Profil von Linda, Sales-Managerin aus NRW, ist mit einem Bild einer Pornodarstellerin versehen.

 

Die angebliche Hamburgerin Carola ist in Wirklichkeit eine Amerikanerin, die wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet wurde.
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