Einzugsermächtigung widerrufen – Infos und Vorgehen

Simone Groß

Egal aus welchem Grund du eine Einzugsermächtigung widerrufen willst – hier erfährst du wie du am besten vorgehst und was du beachten musst.

Mit einer Einzugsermächtigung kann ein Vertragspartner einmalig oder regelmäßig Geld von deinem Konto abbuchen. Bei einer einmaligen Abbuchung musst du die Einzugsermächtigung nicht widerrufen. Handelt es sich um regelmäßige Zahlungen, die du in Zukunft zum Beispiel selbst überweisen willst, musst du die Einzugsermächtigung kündigen bzw. widerrufen.

Einzugsermächtigung widerrufen: So geht´s

Einzugsermächtigung widerrufenEine Einzugsermächtigung muss immer schriftlich und mit eigenhändiger Unterschrift widerrufen werden. Du kannst also nur per Brief widerrufen, ein Fax oder eine E-Mail reichen nicht aus. So etwas wie eine Kündigungsfrist gibt es nicht, jedoch solltest du rechtzeitig vor der nächsten fälligen Abbuchung widerrufen. Rechne dabei sowohl den Postversand als auch ein bis zwei Werktage als Bearbeitungszeit mit ein.

 

Inhalt des Widerrufsschreibens

Dein Widerrufsschreiben für die Einzugsermächtigung muss folgende Daten und Angaben erhalten:

  • Name und Anschrift des Unternehmens bei dem die Einzugsermächtigung widerrufen wird
  • Dein Name und deine Anschrift
  • Datum an dem das Schreiben verfasst wird
  • Kunden- bzw. Vertragsnummer
  • Die Formulierung „Hiermit widerrufe ich die Einzugsermächtigung für meine IBAN: DE12345, BIC: 12345678 bei der XY Bank mit sofortiger Wirkung / zum XX.XX.XXXX. Ich bitte Sie um eine schriftliche Bestätigung des Widerrufs.“
Wichtig: Das Widerrufschreiben muss handschriftlich und eigenhändig unterschrieben sein damit es gültig ist. Wenn du das Widerrufschreiben per Einschreiben oder Einschreiben mit Rückschein verschickst, bist du immer auf der sicheren Seite.

Folgen des Widerrufs der Einzugsermächtigung

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Hast du die Einzugsermächtigung widerrufen musst du dich ab dem Zeitpunkt der Kündigung selbstständig darum kümmern, dass die offenen Beträge rechtzeitig überwiesen werden. Natürlich kannst du auch einen Dauerauftrag einrichten.
Außerdem wichtig: Der Widerruf der Einzugsermächtigung ersetzt nicht die Kündigung des Vertrags!

Wann musst du eine Einzugsermächtigung widerrufen?

Hast du einen Vertrag wirksam gekündigt, für den du eine Einzugsermächtigung erteilt hast, so hat der Vertragspartner auch kein Recht mehr, Geld von deinem Konto abzubuchen. Tut er das trotzdem, kannst du den Betrag  bis zu 8 Wochen nach Erhalt des Kontoauszuges, ohne Angaben von Gründen, bei deiner Bank widerrufen. Das heißt, deine Bank bucht das Geld wieder auf dein Konto zurück.

Doch dafür solltest du einen Beweis haben, dass wirklich gekündigt wurde, denn die Beweislast liegt im Zweifel bei dir als Kontoinhaber.

Auch bei Streitfällen kann es sinnvoll sein, die Einzugsermächtigung zu widerrufen, bis der Streit geklärt ist. So kannst du einer Abofalle vorbeugen, indem die du Einzugsermächtigung widerrufst und dir dein Geld zurückholst. Natürlich musst du dich dann auch an den Abbuchenden wenden und die erforderlichen Schritte einleiten. Es reicht nicht, wenn du dir nur das Geld zurückholst.

Außerdem kann es sinnvoll sein, eine Einzugsermächtigung zu widerrufen, wenn du in Zukunft mehr Überblick behalten und das Geld selbst überweisen willst. Dann solltest du aber aufpassen, dass du das Geld rechtzeitig überweist und so eventuelle Mahngebühren vermeiden.

 

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