Gewinner und Verlierer 2020: Welche Verträge wurden im Corona-Jahr am meisten gekündigt?

Sophie Hartmann

Das Kündigungsverhalten der Deutschen hat sich durch Corona deutlich verändert. Welche Verträge besonders betroffen waren und welche Branchen sogar profitiert haben, liest du hier.

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Der Lockdown und die pandemiebedingten Einschränkungen sorgten für weitreichende Veränderungen im sozialen und öffentlichen Leben. Doch nicht nur dort, sondern auch im Kündigungsverhalten der Deutschen hat Corona seine Spuren hinterlassen. Das zeigt eine von Aboalarm durchgeführte Studie. Besonders Abonnements aus dem Nahverkehr sowie von Fitnessstudios wurden 2020 auffallend häufig gekündigt.

Verlierer 2020

Corona war das beherrschende Thema 2020. Die Folgen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich dabei auch deutlich in den Trends der Aboalarm Kündigungszahlen nieder geschlagen. Diese drei Bereiche waren besonders betroffen:

Corona-Kündigungswelle im Nahverkehr

Zu den Verlierer-Branchen des letzten Jahres gehört eindeutig der Nahverkehr. ÖPNV-Tickets wurden 74 Prozent häufiger gekündigt als 2019. Für den Zeitraum des ersten Teil-Lockdowns im Frühling belegt die Aboalarm-Auswertung eine regelrechte Kündigungswelle: Pendler kündigten in diesem Zeitraum rund drei mal so häufig wie im Vergleichszeitraum 2019. Auch im Rest des Jahres wurden die Nahverkehr-Abonnements durchschnittlich doppelt so häufig gekündigt wie im Jahr zuvor.

Bis zu 40 Prozent mehr Kündigungen: Kunden meiden Fitnessstudios

Fitness- und Sonnenstudios erlebten ebenso eine coronabedingte Kundenflucht. Hier wurden Abonnements durchschnittlich um 16 Prozent häufiger beendet. Im April sowie im Oktober stieg das Kündigungsvolumen sogar auf 40 Prozent über dem Vorjahr. Ab März kündigten Kunden kontinuierlich häufiger als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Bundesliga-Stopp und TV-Rechte: Auch Pay-TV betroffen 

Weiterer Verlierer 2020 war die Kategorie Pay-TV. Zuschauer beendeten in den Monaten März, April und Juni über 50 Prozent häufiger ihre Verträge. Das Gesamtvolumen 2020 lag 8 Prozent über dem Vorjahrswert. Grund dafür ist unter anderem der Bundesliga-Stopp im Frühjahr. Vor allem Sportfans sorgten in diesem Zeitraum für ein erhöhtes Kündigungsaufkommen im Pay-TV-Segment.

Gewinner 2020

2020 verbrachten die Menschen mehr Zeit zu Hause – laut der Zahlen von Aboalarm offenbar, um zu lesen, zu streamen und fernzusehen. Belegt die Aboalarm-Analyse für die Verliererbranchen klare Kündigungswellen, zeigt sie für die Gewinnerbranchen rund um Informations- und Unterhaltungsangebote ein anderes Bild:

Home-Entertainment und Lese-Abos

Verträge für Kabelfernsehen, Video- und Musik-Streaming wurden 34 Prozent seltener gekündigt als im Vorjahr. Die Zahlen für Zeitungen, Zeitschriften und Buch-Downloads liegen 11 Prozent unter dem Niveau von 2019. „Je länger das Jahr andauerte, desto mehr wussten Kunden diese Abos offenbar zu schätzen“, so Thilo Knaupp. Die Kündigungszahlen liegen die meiste Zeit des Jahres unterhalb der Werte von 2019, pendeln sich gegen Jahresende aber immer weiter nach unten ein.

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Internet und Telefon: Anschluss halten trotz Isolation

Monatelanges Homeoffice oder Videocalls mit Freunden und Familie erfordern Internet in den eigenen vier Wänden. Das schlägt sich auch in den Ergebnissen der Aboalarm-Auswertung nieder: Für Internet- und Telefonverträge konnten wir eine Abnahme des Kündigungsvolumens um 10 Prozent verzeichnen. Dass viele Menschen 2020 auf elektronische Kommunikation setzten, um ihre sozialen Kontakte während des Lockdowns zu pflegen, stellte auch das Vergleichsportal Verivox fest. So fanden sie heraus, dass die Nutzung der Festnetztelefonie im Laufe des Frühjahres erstmals seit 13 Jahren wieder angestiegen ist.

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